Thursday, 19 November 2015
Wednesday, 30 September 2015
„Ende der ostdeutschen Bescheidenheit“
Zwickau. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung hat sich die Otto-Brenner-Stiftung die Entwicklung der Gewerkschaften in den neuen Bundesländern angeschaut. Gestern sind die Ergebnisse der Studie veröffentlicht worden. Tanja Goldbecher hat mit dem Wissenschaftler Marcel Thiel, der für die Forschung auch die IG Metall Zwickau einbezogen hat, gesprochen.
Monday, 31 August 2015
Radwerkstatt: Flüchtlinge werden mobil
Michael Trommer repariert Räder für die Asylbewerber, die an der Äußeren Dresdner Straße untergebracht sind. Der Weg ins Zentrum bleibt trotzdem gefährlich.
Zwickau - Im Keller nimmt er sich ein Rad nach dem anderen vor. Michael Trommer repariert die Bremse, danach ist das Licht dran. Das Werkzeug hat der großgewachsene Mann mitgebracht. Etwa 20 Fahrräder brachte der 27-Jährige bereits ehrenamtlich für die Asylbewerber, die an der Äußeren Dresdner Straße wohnen, in Schuss. 119 Menschen sind dort derzeit untergebracht.Gemeinsam tüfteln
Der ganz normale Schwa(h)nsinn:Was Zwickau diese Woche bewegte.
| |||||||||||||||||||||||||||||
In Zwickau gibt
es kaum Bittsteller, die mit so flehentlichem Ausdruck die Rathausstufen
hinaufrutschen, wie diese. Sinnbildlich natürlich. Händler und Gastwirte haben
schon ganz wunde Knie, ihre Münder sind ausgetrocknet. Mit letzter Kraft hauchen
sie den Verantwortlichen entgegen: Lasst unsere Kunden gratis parken! Denn das Thema wird seit Monaten
heiß gekocht, ohne dass auch nur eine kalte Platte herauskäme. Die Leute wollen
aber, dass endlich was passiert.
Die Stadtverwaltung hat das mit dem Weghören aber sehr gut
gelernt. Sie speist das Volk nicht nur mit einem nährstoffarmen Jaja ab, sondern
serviert genüsslich ein Neinnein als Nachtisch hinterher. Selbst die
Brötchen-Taste soll nämlich nun wieder abgeschafft werden. Die Stadtkasse wird
schließlich nicht fetter, nur weil die Leute durch die City bummeln. Gäste
sollen gefälligst ins Parkhaus
fahren, damit der Haushalt nicht abgespeckt werden muss, oder fernab der
Innenstadt ihren Wagen abstellen. Am besten da, wo wir ihn nicht sehen. Sind ja
auch ziemliche Abgasschleudern dabei.
Genau diesem Beispiel ist ein hochklassiger
Personenkraftwagen in dieser Woche gefolgt. Vom Georgenplatz war der grüne
Plastik-Trabi samt Sockel spurlos verschwunden. Ein Mädchen hat ihn nun am
Horch-Museum wiederentdeckt. Gott sei Dank! Jetzt steht er zwar weit ab vom
Schuss, aber was soll’s – in der Innenstadt ist eh nix los!
Also auf ins Museum. Bei diesem Gang können die Zwickauer gleich noch ein zweites Relikt
mitschleppen: den Stadfest-Becher. Denn der ist schon Geschichte, ehe er Legende
wurde, und sollte unbedingt kühl und sicher aufbewahrt werden. „Wahnsinn, ein
unschätzbares Sammlerstück!“ schreibt ein Mann im sozialen Netzwerk. Wahrlich
wahre Worte! Aber was tun, wenn man noch keinen abgekriegt hat? Na, beim
nächsten Stadtfest zwei Euro investieren und das besondere Teil gegen Gläser in
der Schrankwand tauschen. Wenn Zwickau irgendwann leergezogen ist, wird
man sich gern an die verzwickt und zugenähten Becher-Zeiten
erinnern.
| |||||||||||||||||||||||||||||
Wednesday, 17 June 2015
Sächsisch: Das schlechte Image eines Dialektes
| Hier werden Vögel auf Sächsisch gefüttert. Foto: T. Goldbecher |
Zur kompletten Multimedia-Story.
Monday, 8 June 2015
Am Stammtisch Sprachen lernen
Einmal im Monat findet im Club der Kulturen ein internationales Sprachtreffen statt. Hier begegnen sich ausländische und deutsche Studenten. Aber auch alle anderen Chemnitzer sind willkommen.
Chemnitz. Ein weißer Klebezettel haftet an seinem T-Shirt. Mit einem Filzstift hat Lifan Yong die beiden Wörter Englisch und Chinesisch darauf geschrieben. Es sind die beiden Sprachen, die der Chinese beherrscht und die er an diesem Abend mit anderen sprechen möchte. Mit einem Bier in der Hand nimmt Yong an einem runden Holztisch Platz, auf dem das Papierschild "English" steht. Jetzt sitzen ihm ein Brite und ein Inder gegenüber. Lifan Yong stellt sich ihnen vor - auf Englisch.Ein Blick in die Chemnitzer Loge
Freimaurer reden nicht darüber, was sie bei ihren wöchentlichen Treffen besprechen oder wer daran teilnimmt. Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum lässt die Chemnitzer Loge jedoch die Öffentlichkeit rein - ins Vorzimmer.
Chemnitz. In diesen Raum haben Außenstehende eigentlich keinen Zutritt. Vor allem keine Frauen. Die Wände des Vorzimmers sind blau gestrichen. Sprüche von Voltaire und Goethe stehen an der Wand. Auf einem Gemälde sind die Symbole der Freimaurerei, Winkel und Zirkel, abgebildet. Zwei Flügeltüren am Ende des Raumes führen zum Tempel der Chemnitzer Loge zur Harmonie. Dort führen die Freimaurer rituelle Wechselgespräche in Smoking und Zylinder.
Subscribe to:
Posts (Atom)