Thursday, 22 January 2015

Den Tod ertragen können

Hospizhelferin Carmen Sehm, Foto: T. Goldbecher

 Carmen Sehm ist eine von fünf ehrenamtlichen Helfern aus Mittelsachsen, die sich beim Chemnitzer Kinderhospizdienst engagieren.


Langsam trieben die bunten Schiffchen den Bach hinunter. Carmen Sehm hatte sie gemeinsam mit ihrem Schützling gefaltet. Spontan sei ihnen die Idee gekommen, Wünsche auf das Buntpapier zu schreiben. "Ich wünsche mir, dass Vati keine Schmerzen mehr hat", stand auf einem der Schiffchen.
Seit einem Jahr ist Carmen Sehm aus Flöha eine ehrenamtliche Helferin in dem Chemnitzer

Wednesday, 7 January 2015

Glaube, Liebe und Hoffnung

Weihnachten 2014, Foto: T. Goldbecher

Der Heiligabend ist für viele Menschen etwas Besonderes. Beim Blick in die erleuchteten Stuben wird schnell klar, dass an diesem Tag bei Christen, Muslimen, Buddhisten und Atheisten die Grenzen der Glaubensgemein- schaften verschwimmen.

Friday, 31 October 2014

Ein gutes Leben ohne Wachstum



Fotos: Tanja Goldbecher

Sie wollen weniger konsumieren, dafür mehr teilen und selber produzieren. Immer mehr Menschen setzen sich für ein gutes Leben jenseits vom Wachstumsdogma der Wirtschaft ein.

Tuesday, 14 October 2014

Ein Handel mit Nebenwirkungen


Das Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU ist einer der
größten Wirtschaftsdeals aller Zeiten. Die Chancen und Risiken aus
amerikanischer Sicht.
Das Europaviertel in Brüssel. Fotos: Tanja Goldbecher
 Small Talk auf Chinesisch – für Peter Chase ist das kein Problem. Seine Kindheit und Jugend hat der Amerikaner in Taiwan verbracht. Auch ein paar Sätze auf Deutsch gehen leicht über seine Lippen. Schnellen Schrittes eilt Chase durch die Büroräume der US Chamber of Commerce in Brüssel. Seit mehr als 30 Jahren vertritt er die Interessen von amerikanischen Unternehmen im Ausland. Derzeit hält ihn vor allem ein Thema auf Trab: TTIP, die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen den USA und der EU.

Tuesday, 2 September 2014

Schäfer in Sachsen: Mit Leidenschaft, ohne Zukunft

Grüne Weiden, duftendes Heu und Seelenruhe scheinen wie die perfekte Idylle. Doch Schafehüten ist kein Traumjob. Geringer Verdienst und fehlender Nachwuchs bedrohen die Existenz der sächsischen Schäfer.

Uwe Keinert und seine Partnerin Branka Buck kümmern sich um die kleinen Lämmer. Foto: Tanja Goldbecher

Behutsam streicht er Otto über das weiße Maul. Der Ostfriesische Milchschafbock lugt zwischen den Holzstäben hervor. Sobald sich Uwe Keinert seinem Stall nähert, beginnt der Bock zu blöken. Es ist sechs Uhr am Morgen, Zeit für die erste Fütterung. Keinert verteilt Berge von Heu auf die Futterraufen der Schafe. Eine Schippe Kraftfutter veredelt die Mahlzeit. Otto schnauft, als er sein Maul in den trockenen Grashalmen vergräbt.

Sprachassistenz in Sachsen


Über den Sprachassistenten freuen sich nicht nur die Lehrer des Agricola-Gymnasiums in Glauchau. Vor allem die Schüler genießen den aufgepeppten Französischunterricht. 

Hugo Flotat-Talon hat ein Jahr lang Französisch unterrichtet. Fotos: Hugo Flotat-Talon

Alle Worte, die vor der Klasse über seine Lippen gehen, sind auf Französisch. Hugo Flotat-Talon redet über Deutschland und Frankreich, über die Annäherung nach dem Zweiten Weltkrieg und den Austausch, der noch immer gefördert wird. Verstehen die Schüler etwas nicht, schreibt der Franzose die Vokabel an die Tafel. Seit Oktober ist er ein Sprachassistent im Georgius-Agricola-Gymnasium in Glauchau.

Eine Hebamme kämpft um ihren Beruf


Die Geburtshilfe ist kaum noch rentabel. Das weiß auch die Politik. Nur verbessert hat sich nichts. Romy Leuteritz arbeitet trotzdem als freiberufliche Hebamme. Sie glaubt an die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit.  

Romy Leuteritz sagt, es sei ein Naturereignis, etwas Einmaliges, Gigantisches - die Geburt eines Menschen. Die Hebamme liebt es, schwangeren Frauen eine Vertraute und Stütze zu sein. Sie zweifelt jedoch, wie lange sie ihren Beruf noch ausüben kann. In den vergangenen zehn Jahren ist die Haftpflichtversicherung für Geburtshilfe von rund 450 Euro auf etwa 4240 Euro pro Jahr gestiegen. Im Juli steht die nächste Erhöhung auf dann 5090 Euro an.